German 12

Das Paranoide Syndrom in Anthropologischer Sicht: Symposium by J. Zutt, C. Kulenkampff (auth.)

By J. Zutt, C. Kulenkampff (auth.)

Show description

Read Online or Download Das Paranoide Syndrom in Anthropologischer Sicht: Symposium auf dem Zweiten Internationalen Kongress für Psychiatrie im September 1957 in Zürich PDF

Similar german_12 books

Medizinrecht — Psychopathologie — Rechtsmedizin: Diesseits und jenseits der Grenzen von Recht und Medizin Festschrift für Günter Schewe

Die Beiträge dieser Festschrift zeigen eindrucksvoll das breit gefächerte Spektrum des Faches Rechtsmedizin auf. Anerkannte Wissenschaftler dieser Disziplin geben einen Überblick über neueste Forschungsergebnisse. Der Themenkreis wird vervollständigt durch aktuelle Fragen des Medizinrechts und der forensischen Psychopathologie, über die namhafte Autoren ihres Faches berichten.

Additional info for Das Paranoide Syndrom in Anthropologischer Sicht: Symposium auf dem Zweiten Internationalen Kongress für Psychiatrie im September 1957 in Zürich

Example text

Diese Abwandlung anthropologiseher Grundstrukturen, so eindringlieh von ZUTT und KULENKAMPFF erlautert, maeht die Instrumentalisierung der Welt, d. h. ihre Verwertbarkeit, unmoglich. Das psyehotisehes Dasein ist anthropologiseh gut und genau eharakterisiert: die Welt kann nieht mehr in einem pragmatisehen Zusammenhang als eine pragmatisehe, mit der ieh instrument ellen handgreifliehen Umgang habe, entworfen werden. Der Verlust der I nstrumentalisierung (d. h. 30 Diskussionsbeitrage der Handgreiflichkeit) der Welt erscheint uns eine fundamentale Weise des paranoiden I n-der-Welt-seins; er erschlieBt die phanomenologische Auffassung der Bewegung (Zurr) und besonders der Hand.

Das riihrt eben daher, daB der Hauptmodus des Umgehens-mit-etwas der handliche Modus, kurz die Hand ist. Was wir mit der Hand greilen (und nicht nur beriihren und betasten) konnen, was also im eigentlichen Sinne des Wortes handlich ist, das eignet sich ganz besonders zum alltaglichen Umgang oder Gebrauch. Die Griffigkeit oder Handlichkeit ist das weltliche Korrelat der "Hand" als des substantivischen Ausdrucks fiir den transzendentalen Modus des Greifens, welch letzteres nichts anderes ist als ein besonderer, namlich "leiblicher Modus des Nehmens-bei" (L.

26 Diskussionsbeitrage In der anderen, ebenso extremen Seinsweise ist der Kranke selbst im Besitz einer grenzenlosen Verfiigungsmacht iiber die Welt und die Andern, die bis zur Allmacht,Allwissenheit und Allgegenwartigkeit gesteigert sein kann. Es handelt sich also urn die Abspaltung extremer, gegensatzlicher Seinsweisen, die, verabsolutiert, entgrenzt und endgiiltig gesetzt werden. In jeder dieser Seinsweisen ist der Kranke starr, absolut, das heiBt abge16st yom geschichtlichen Miteinander. In der erstgenannten ist er einer feindlichen Gegenwelt preisgegeben, die ihn zu vernichten droht; die Allmacht der Anderen ist verabsolutiert.

Download PDF sample

Rated 4.90 of 5 – based on 6 votes