German 12

Basissymptome und Endphänomene der Schizophrenie: Eine by Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Klosterkötter (auth.)

By Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Klosterkötter (auth.)

Der Band befaßt sich mit einem Kardinalproblem der modernen Schizophrenieforschung der bislang noch weitgehend ungeklärt gebliebenen Frage nach dem Zusammenhang zwischen Produktivität und Defizienz. Nach einer Rekonstruktion der Entstehungsgeschichte des difficulties bis zu seiner heutigen Reaktualisierung durch die angloamerikanische Schizophrenieforschung hin wird ein neuer Ansatz zur empirischen Untersuchung der Zusammenhangsfrage entwickelt. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung der psychopathologischen Übergangsreihen zwischen foundation- und Erstrangsymptomen, die der Autor an 121 Schizophreniekranken durchgeführt hat. Sie weisen die Produktivitätsentwicklung als regressiv-reaktiven Bewältigungsversuch von kognitiven Wahrnehmungs-, Denk-, Handlungs- und Leibgefühlstörungen aus. Die Kenntnis der übergangsrelevanten Basissymptome eröffnet neue Möglichkeiten für Ursachenforschung, Früherkennung und Primärprävention.

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Tne psychotischen "Aliter" (84, S. 26) fOOrt. Sie eben stellt die Arbeitshypothese dar, die von der vorliegenden Untersuchung einer systematischen Oberpriifung unterzogen werden soIl. In Prijzisierung des alten, von Kraepelin ungekIlirt hinterlassenen und durch die Basisstorungskonzeption erstmals einer, die phlinomenalen Gegebenheiten voll beriicksichtigenden LOsung zuglinglich gemachten Zusammenhangsproblems stehen somit 2 Teilfragen zur Beantwortung an: Gehen die schizophrenietypischen Erlebnisweisen 1.

So gesehen stiinde konsequenterweise auch der Reihenzusammenhang nur im Fall seiner genetischen Verstehbarkeit einer nachvollziehenden Beschreibung offen, etwa dann, wenn sich die Erstrangsymptomatik als psychologisch ableitbare Reaktion auf das Erlebnis der Basisbeschwerden begreifen lie~e. Ob ein solches Verstandnis aber zutrlfft, soll die Obergangsreihenanalyse ja erst erweisen, so d~ man nicht schon im Vorgriff eine volle genetische Verstehbarkeit unterstellen kann. Daher ware mit einem gewissen Recht die Frage zu stellen, warum nicht besser eines jener ganzheitspsychologisch orientierten Untersuchungsverfahren herangezogen wird, deren Resultate zur Obergangsreihenanalyse in den Ausflihrungen zur Problemstellung dieser Untersuchung bereits mit angeklungen sind.

Ranges zu rechnen war. Dieser Gruppe gehorten die jeweils der einfachen, hebephrenen, katatonen oder coenasthetischen Schizophrenieform und den typischen oder uncharakteristischen Defektsyndromen entsprechenden Krankheitsfalle an. Weiter entfielen auch alle als schizoaffektive Randpsychose, Spatschizophrenie und schizophrene Psychose in Graviditat oder Wochenbett eingestuften oder bloB unter Schizophrenieverdacht gestellten Fillle, well hier nicht die notige diagnostische oder differentialtypologische Sicherheit gewilhrleistet schien.

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