German 9

Außenhandel: Betriebswirtschaftliche Hauptfragen von Export by Reinhold Henzler

By Reinhold Henzler

Die Eigentümlichkeiten der Betriebe, die regelmäßig Außenhandelsfunktionen ausüben, resultieren aus dem grenzüberschreitenden Handelsverkehr, an dem diese Betriebe beteiligt sind, additionally daraus, daß ihre Geschäftspartner in einem anderen staatlichen Hoheitsgebiet mit einer anderen Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft, in einem anderen Geflecht von Lebensbeziehungen domizilieren. Aus dieser tiefgreüenden Unterschiedlichkeit der Standorte der accomplice am Außenhandelsgeschäft ergeben sich für die beteiligten Betriebe besondere Verhaltensweisen und Funktionen, mit denen im Vergleich zu Geschäften im Binnenmarkt nicht nur größere, sondern auch andersartige Risiken verbunden sind. In diesen Funktionen und Risiken der am Außen­ handel beteiligten Betriebe liegt der Kern der ihnen eigenen betriebswirt­ schaftlichen Problematik. Die Funktionen und Risiken der Außenhandelsbetriebe sind auch die Ursachen für die Ausbildung vieler obrigkeitlicher Ausfuhrförderungsmaßnahmen, die jedoch in nahezu allen exportierenden Industriestaaten gewisse gleichartige Schwerpunkte, etwa bei den Maßnahmen zur Risikoentlastung, erkennen las­ sen und die bei internationalen Vergleichen bisweilen eine artwork Exportförde­ rungskonkurrenz der betreffenden Länder in Erscheinung treten lassen. - Auf das Bestreben, den Außenhandelsverkehr zu ordnen und ihn von Unklar­ heiten und Risiken zu entlasten, ist auch - jedenfalls zu einem 'reil - die Entstehung von Handelsbräuchen zurückzuführen; aber unabhängig von den Gründen ihrer Entstehung sind alle Handelsbräuche bzw. Kaufvertragsregeln geeignete Mittel, Unklarheiten im internationalen HandeIsverkehr zu min­ dern, vor allem die Auffassungen über die "Kosten-und Gefahrtragung" zu vereinheitlichen und die Rechtssicherheit zu festigen.

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Perlen in der Größe, Form und Farbe, wie sie nach Afrika exportiert werden, wären in den ExportIändern nicht absetzbar. Hier erfordern der Geschmack und die Gewohnheiten der importierenden Käufer Spezialanfertigungen. " In "Le Monde" vom 12. Januar 1961, La performance du commerce exterieur, S. 14. 18) Es gibt Textilerzeugnisse, deren Export nach einem bestimmten Land weitgehend davon abhängt, ob ihnen durch chemische Bearbeitung ein bestimmter Geruch verliehen worden ist oder nicht. A 19 Leistungswettbewerb 31 Andererseits ist in verschiedenen Auslandsmärkten, namentlich bei modischen Erzeugnissen, in dem Maße eine Tendenz zur Entnationalisierung der Geschmacksrichtung festzustellen, in dem sich die Konkurrenz ausländischer Exporteure auf diesen Märkten verdichtet.

3. Qualitätswettbewerb im Import Die Stellung des Importeurs ist dadurch gekennzeichnet, daß er in der Regel seinem Absatzmarkt näher steht als der Exporteur. Dadurch ergibt sich für den Importeur eine im Vergleich zum Exporteur stärkere Betonung der Beschaffungsfunktion. Im Gegensatz zum Exporteur, bei dem es hauptsächlich darum geht, die angebotene Leistung weitgehend den Wünschen vieler ausländischer Kunden anzupassen, hat der Importeur aus der Vielzahl der angebotenen Leistungen diejenigen auszuwählen, die auf dem Inlandsmarkt die größten Absatzchancen bieten.

1) R. Seyffert, Wirtschaftslehre des Handels, 3. Auflage, Köln und Opladen 1957, S. 13 f. 5) 4 Wi-Wi Henzler 50 Außenhandel - Betriebswirtschaftliche Hauptfragen A 19 der Risiken8). Die Untergliederung der internen Risiken erfolgt nach Struktur und Prozeß des Betriebes, die der externen nach Markt, Vertragserfüllung und Transport. Mit Hilfe dieser Gliederungsgesichtspunkte kann folgende Übersicht über die Risiken des Außenhandels aufgestellt werden: Entstehungsbereiche 1. Interne Risiken (Risiken des Außenhandelsbetriebes) a) Risiken in der Betriebsstruktur (1) Risiken im Bereich des Faktors "menschliches Leistungsvermögen" a.

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