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Anarchismus: Grundtexte zur Theorie und Praxis der Gewalt by Otthein Rammstedt (auth.), Otthein Rammstedt (eds.)

By Otthein Rammstedt (auth.), Otthein Rammstedt (eds.)

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Einführung in soziologische Theorien der Gegenwart

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Stellen wir zunachst fest, daB trotz ihres sozialen Anscheins sie eine reine und ausschlieBliche individuelle Moral ist, wonach es uns nicht schwerfallen wird zu beweisen, daB sie, wei! sie diesen vorherrschenden Charakter hat, in der Tat die Verneinung jeder Moral ist. In dieser Theorie findet sich die unsterbliche und individuelle Seele jedes Menschen, unendlich und absolut vollkommen durch ihr Wesen, und deshalb auch keines anderen Wesens, noch irgendwelcher Beziehungen zu anderen Wesen, urn sich zu vervolIkommnen, bediirfend, zuerst wie eingekerkert und vernichtet in einem sterblichen Leib.

Da aber etwas, was eine Klassenscheidung des Volkes hervorruft, nicht von Dauer sein kann, ist es auch unvermeidlich, daB die Formen der Tyrannei, eine nach der and ern, untergehen miissen, und zwar immer durch die gleiche Ursache, die biirgerliche Tyrannei durch das Elend des Proletariats, die proletarische Tyrannei durch den Verfall des Biirgertums, der mit dem allgemeinen Elend gleichbedeutend ist ... « auf die Republik zu. Die arbeitenden Massen, die den Ruf nach »Reform« mit Begeisterung wiederholten und dem BUrgertum mit Auge und Mund schmeichelten, marschierten gleichfalls unbewuBt auf die Republik zu.

Die oft erdriickende und verhangnisvolle soziale Tyrannei zeigt nicht jenen Charakter gebieterischer Willkiir, eines gesetzlichen und formellen Despotismus, der die Autoritat des Staates auszeichnet. Sie legt sich nicht auf wie ein Gesetz, dem jedes Individuum gezwungen ist, sich zu unterwerfen, will es einer gerichtlichen Strafe entgehen. Ihre Wirkung ist sanfter, einnehmender, viel unmerklicher, aber urn ebensoviel machtiger als die der Autoritat des Staates. Sie beherrscht die Menschen durch die Sitten und Gebrauche, durch die Menge der Ansichten, Vorurteile und Gewohnheiten, sowohl des materiellen Lebens als auch des Geistes und des Herzens, die in ihrer Gesamtheit das ausmachen, was wir die offentliche Meinung nennen.

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